Wichtige Therapieziele bei pädiatrischem Morbus Crohn
Ein wesentliches Therapieziel ist, Mangelernährung zu vermeiden und eine Besserung sowohl der Entzündungsaktivität als auch der Nährstoffversorgung zu gewährleisten.3 Essenzielle Bestandteile der Morbus Crohn Therapie sind deshalb eine gute ärztliche und ernährungstherapeutische Betreuung sowie der Einsatz spezifischer Trink- und Sondennahrungen.
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Erreichen der Remission
Ein frühzeitiges Stoppen desEntzündungsgeschehens ist wichtig, um bleibende Schäden im Darm zu verhindern.
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Steigerung des Wachstumspotenzials
Bis zu 85 Prozent der pädiatrischen Patient:innen leiden an Wachstumsstörungen und einem unzureichenden Ernährungszustand.7
Sie weisen dadurch eine stark verminderte Muskelmasse auf.7
Der Ernährungsstatus ist ein grundlegender Faktor für das Wachstumspotenzial.7
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Verbesserung der Lebensqualität
Wachstumsstörungen können sich beträchtlich auf die Lebensqualität eines Kindes auswirken.7
Therapieformen bei pädiatrischem Morbus Crohn
Für die Behandlung von Morbus Crohn kommen je nach Schweregrad und Lokalisation der Entzündung verschiedene Therapieformen zum Einsatz:
Ernährungstherapie
Medikamentöse Therapie
Ernährungstherapie bei pädiatrischem Morbus Crohn
Eine Ernährungstherapie leistet einen wesentlichen Beitrag, unterstützt die Abheilung der entzündeten Schleimhaut und ist damit entscheidend für den weiteren Krankheitsverlauf.7,9
Die ECCO/ ESPGHAN-Leitlinie empfiehlt die exklusive enterale Ernährungstherapie (EEN) als erste Wahl für Kinder und Jugendliche mit luminalem Morbus Crohn!9
Modulen® IBD – die Nr. 1 in der Verordnung1 – wurde speziell für die Ernährungstherapie bei Morbus Crohn entwickelt. Kortikosteroide sollen aufgrund ihrer potenziellen Nebenwirkungen nur dann zum Einsatz kommen, wenn EEN keine Option ist.9 Mitunter können Kortikosteroide zu einer Verringerung der Knochendichte und zu Wachstumsverzögerungen führen.9
Zahlreiche Studien bestätigen die Wirksamkeit, Sicherheit und Toleranz von Modulen® IBD als exklusive enterale Ernährungstherapie (EEN) bei Kindern und Jugendlichen mit Morbus Crohn.
Dauer der Ernährungstherapie
Um den gewünschten Effekt zu erzielen, empfiehlt die ECCO/ESPGHAN-Leitlinie für die Ernährungstherapie bei Kindern und Jugendlichen eine 6- bis 8-wöchige Therapie mit exklusiver enteraler Ernährung.9 Achten Sie gemeinsam mit den Eltern darauf, dass die jungen Patient:innen die Ernährungstherapie unbedingt bis zum Ende des vorgegebenen Zeitraums einhalten. Nur so kann eine Remission erreicht werden. Mahlzeiten und Lebensmittel können mithilfe eines Ernährungstagebuchs kontrolliert werden. Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen werden zwar nicht allein durch bestimmte Lebensmittel ausgelöst, sie können aber die Symptomatik ungünstig beeinflussen.4
Trotz der klinischen Vorteile ist die exklusive enterale Ernährungstherapie (EEN) nicht bei allen jungen Patient:innen durchführbar. In der Praxis besteht bei der EEN außerdem oft das Problem der geringen Compliance.
Als alternatives Therapiekonzept zur exklusiven enteralen Ernährungstherapie nennt die ECCO/ ESPGHAN-Leitlinie erstmals auch die Kombination einer partiellen enteralen Ernährungstherapie (PEN) mit Trinknahrung und einer spezifischen Eliminationsdiät.9 Sollte die EEN bei Ihren jungen Patient:innen nicht durchführbar sein, können Sie als alternatives Therapiekonzept zum Erreichen einer langanhaltenden Remission die partielle enterale Ernährungstherapie (PEN) mit 50 Prozent Modulen® IBD in Kombination mit der Morbus-Crohn-Eliminationsdiät (CDED) in Betracht ziehen.
Mehr zu CDED + PEN- Rosen MJ, Dhawan A, Saeed SA. Inflammatory Bowel Disease in Children and Adolescents. JAMA Pediatr.2015;169(11):1053–1060.
- Terjung, B. Chronisch entzündliche Darmerkrankungen - Grundlagen, Neues zur Diagnostik und Therapie. Ernährungsumschau Sonderheft: Ernährungsmedizin und Diätetik 2011 (8): 436-446
- Koletzko S et al. Hygienehypothese: Schlüssel zur Ätiologie und Pathogenese von CED? Monatsschr. Kinderheilkd. 2010. 158: 759–765.
- Verburgt MC et al.Nutritional Therapy Strategies in Pediatric Crohn´s Disease; Nutrients 2021, 13, 212
- Buderus, S et al. Chronisch entzündliche Darmerkrankungen bei pädiatrischen Patienten - Charakterisierung von neuerkrankten Patienten aus dem Register CEDATA-GPGE. Deutsches Ärzteblatt 2015; 112(8): 121-126.
- Conrad MA et al. Pediatric Inflammatory Bowel Disease. Pediatr Clin N Am 2017;64: 577-591.